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Verbot von Streubomben
Am 3. Dezember 2008 besiegelten in Oslo rund 100 Staaten ein Verbot von Streubomben. Diese Unterzeichnung bildet den Schlusspunkt der Verhandlungen, die im Februar 2007 ebenfalls in Oslo ihren Anfang nahmen. Wie beim Abkommen von Ottawa betreffend Antipersonen-Minen (1997) werden der Einsatz, die Herstellung, die Lagerung und der Handel mit Streubomben verboten.
Streubomben sind Behälter, die zahlreiche kleinere Sprengsätze enthalten und aus Flugzeugen abgeworfen oder vom Boden aus abgeschossen werden. Die Behälter öffnen sich in der Luft und geben Minibomben frei. Auf dem Boden liegende Blindgänger gefährden Menschen wie auch Tiere und verursachen grauenvolle Verstümmelungen und Verletzungen, ähnlich den Antipersonen-Minen. Weltweit sind die Bewohnerinnen und Bewohner von rund 30 Staaten vom Problem der Streubomben unmittelbar betroffen.
Innerhalb der nächsten acht Jahre wird das Verbot umgesetzt.