Der Landmine Monitor 2021

Im Jahr 2020 wurde eine aussergewöhnlich hohe Zahl von Opfern durch Landminen und explosive Kampfmittelrückstände registriert.

Der Landmine Monitor berichtet jährlich über die weltweiten Probleme mit Landminen und Streumunition und deren Lösungen. Die Berichte beziehen sich jeweils auf das vergangene abgeschlossene Jahr, in diesem Fall bezieht sich der Monitor 2021 auf das Jahr 2020.

Die Vertragsstaaten berichteten über die Räumung von fast 146 km² Land, wobei mehr als 135'000 Antipersonenminen zerstört wurden. Dies ist ein Rückgang um 6 % gegenüber den 156 km², die 2019 geräumt wurden, und ein Anstieg um 10 % gegenüber den 122'270 zerstörten Minen. 

Leider verzeichnet der Bericht 2020 wieder eine hohe Zahl von Opfern, die durch Landminen und explosive Kampfmittelrückstände verursacht wurden. Dies ist vor allem auf die seit 2015 beobachtete Zunahme bewaffneter Konflikte und der Kontamination mit Minen improvisierter Art zurückzuführen. Mindestens 7.073 Menschen wurden in 54 Ländern und Gebieten getötet oder verletzt, wobei Minen - einschließlich improvisierter Minen - für die meisten Opfer verantwortlich waren (4.352, 62 %). Die Gesamtzahl für 2020 bedeutet einen Anstieg um mehr als 20 % gegenüber den 2019 verzeichneten Opfern (5.853) und ist mehr als doppelt so hoch wie die niedrigste jährliche Gesamtzahl (3.456 im Jahr 2013). Dabei waren mindestens die Hälfte der zivilen Opfer Kinder.

Trotz der Covid-Pandemie stellten 33 Geldgeber 565,2 Millionen US-Dollar zur Unterstützung von Antiminenaktionen in 44 betroffenen Staaten und anderen Gebieten zur Verfügung, ein ähnliches Unterstützungsniveau wie im Jahr 2019.

Die Arsenale des Schreckens - Bericht vom SRF


 

Viele Dutzend Staaten haben ihre Landminen-Arsenale inzwischen restlos vernichtet, zuletzt Sri Lanka. Zahlreiche Länder, darunter auch europäische wie Griechenland oder die Ukraine, sind indes noch immer nicht so weit.

Irritierend ist, dass sich gerade die Grossmächte USA, Russland und China dem Ottawa-Abkommen hartnäckig verweigern. Russland besitzt gar die mit Abstand grössten verbleibenden Antipersonenminenarsenale. Weder Moskau noch Washington verzichtet zudem auf die Weiterentwicklung von Minen.

Siehe kompletter Artikel vom SRF hier

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