Ottawa-Konvention in Gefahr

Der Landmine Monitor berichtet über den Stand der Minenproblematik zwischen Mitte 2024 bis Oktober 2025. 

Der Monitor 2025 dokumentiert 6’279 Opfer von Landminen und ERW im Jahr 2024, davon 1’945 Tote. 90 % der Betroffenen sind Zivilpersonen, fast die Hälfte Kinder. Besonders stark betroffen sind Myanmar (2’029 Opfer), Syrien, Afghanistan und die Ukraine.

Parallel dazu verschärft sich die sicherheitspolitische Lage: Myanmar, Russland, Iran und Nordkorea setzten weiterhin Antipersonenminen ein. Zudem haben Estland, Finnland, Lettland, Litauen und Polen ihren Austritt aus der Ottawa-Konvention eingeleitet – ein Vorgang, der international grosse Sorge auslöst.

Weltweit bleiben 57 Staaten und Gebiete kontaminiert. 2024 wurden zwar über 1’100 km²Land geräumt und mehr als 105’000 Minen zerstört, doch das globale Räumziel für 2025 wird deutlich verfehlt. Viele Staaten mussten ihre Fristen erneut verlängern.

Auch die Opferhilfe steht unter Druck: In mindestens 40 Vertragsstaaten sind medizinische Versorgung, Rehabilitation und psychosoziale Betreuung unzureichend – in einigen Konfliktgebieten dramatisch eingeschränkt.

Die internationalen Beiträge gingen leicht zurück. Besonders kritisch ist der Rückgang der Mittel für Opferhilfe, die nur noch 5 % der globalen Unterstützung ausmacht.

Erfahren Sie mehr im Landmine Monitor.

Der Newsletter für eine minenfreie Welt

Mit unserem Newsletter möchten wir Sie zweimal im Jahr über unsere Projekte und die Wirkung Ihrer Spende informieren.

Folgen Sie uns