UKRAINE

Finanzierung der Ausbildung von Spezialisten und Digitale Risiko Aufklärung

Projektdauer: seit Februar 2022

Nach dem Rückzug der russischen Truppen aus dem Norden der Ukraine hat bereits die Aufräumarbeit begonnen. Für die erste systematische Räumung von Gebieten, die zwar mit verschiedenen Überbleibseln des Kriegs belastet sind, nicht aber mit Minen, finanziert Welt ohne Minen die Ausbildung der Spezialisten für die sogenannte Battle Area Clearance oder Kampfmittelbeseitigung.

Die Hinterlassenschaften des Kriegs verstärken die humanitäre Katastrophe und werden die Ukraine noch für Monate, Jahre oder Jahrzehnte belasten. Um die Menschen vor den Gefahren zu warnen, hat Welt ohne Minen bereits bei Kriegsbeginn eine Risiko-Aufklärung auf Social Media ermöglicht. Auf Facebook und Instagram werden Anzeigen geschaltet, um die Menschen vor dem Anfassen und Aufheben von Kampfmitteln zu warnen. Dank Welt ohne Minen konnten die Warnhinweise als Videos weiterentwickelt werden – sie wurden bis Ende Mai 56 Millionen Mal gesehen.

Das Projekt "Ausbildung für spezialisierte Entminer"

Die hohe Kontaminierung und die Art der Kontaminierung mit Überbleibseln des Kriegs stellt für die Entminer in der Ukraine eine grosse Herausforderung dar. Benötigt werden speziell für «Battle Area Clearance –BAC» oder «Explosive Ordnance Disposal –EOD» ausgebildetes Personal. Welt ohne Minen reagiert schnell und finanziert ein zweimonatiges Training. So können sich acht Teams à je neun BAC-Entminer sofort nach dem Training an die Räumung der explosiven Kampfmittel machen.

 

Das Projekt "Digitale Risiko Aufklärung"

Überall im Kriegsgebiet lauert die Gefahr von Blindgängern: Die nicht explodierte Munition reicht von kleinkalibrigen Geschossen bis hin zu 200-Kilogramm-Fliegerbomben. Darüber hinaus können Frontstellungen und zurückgelassenes Armeegerät mit Minen und Sprengfallen versehen sein. Diese Hinterlassenschaften des Kriegs verstärken die humanitäre Katastrophe und werden die Ukraine noch für Monate und Jahre belasten.

Unsere Partnerorganisation The HALO Trust hat deshalb eine Kampagne zur Risiko-Aufklärung auf Social Media lanciert. Mit Anzeigen auf Facebook und Instagram werden die Menschen vor den Gefahren gewarnt und aufgerufen, die lokalen Notfalldienste zu informieren, wenn Kriegsmaterial gefunden wird. Innert Monatsfrist wurden die Beiträge 50 Millionen Mal gesehen.

Welt ohne Minen unterstützt The Halo Trust seit Kriegsbeginn bei der Realisierung und Weiterentwicklung der Kampagne. So werden auch Anzeigen auf TikTok und Twitter in den Nachbarländern publiziert, um Flüchtlinge zu warnen, die bei ihrer späteren Rückkehr explosive Sprengkörper in den Trümmern ihrer Häuser und Städte antreffen.

 

Fotos: The Halo Trust

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