SRI LANKA

Minenräumung | Projektdauer: 2019-2021

16 Jahre lang, von 1983 bis 2009, herrschte Bürgerkrieg in Sri Lanka. Gegen 100 000 Menschen starben. Beide Kriegsparteien, die Regierungstruppen und die Militärorganisation der Tamilen, LTTE, haben weite Landstriche vermint und unzählige Kampfmittelrückstände hinterlassen. 2002 – noch während des Kriegs – begann man mit der Minenräumung, doch ein Teil der entminten Gebiete wurde später erneut kontaminiert. Die heutige Regierung setzt sich für ein minenfreies Sri Lanka ein und ist im Jahr 2018 sowohl dem Ottawa als auch dem Oslo Abkommen beigetreten und setzt sich sehr für die Entminung ein. Es scheint durchaus realistisch, dass Sri Lanka in 3-4 Jahren minenfrei sein könnte.

Eine Entminerin beseitigt Bewuchs, um den Boden nach Minen absuchen zu können
Eine Entminerin beseitigt Bewuchs, um den Boden nach Minen absuchen zu können
Diese Frauen und Männer räumen in Sri Lanka Minen
Diese Frauen und Männer räumen in Sri Lanka Minen

Das Projekt

Welt ohne Minen wird mit diesem Projekt erstmals in Sri Lanka aktiv und finanziert während eines Jahres ein 28-köpfiges Minenräumungsteam der lokalen Organisation Delvon Assistance for Social Harmony (DASH). Die Mitarbeitenden gehören verschiedenen ethnischen Gruppen an, stammen oft aus ärmsten Verhältnissen und erhalten durch ihre Arbeit wirtschaftliche Selbstständigkeit. So fördern Entminungsaktivitäten auch das gegenseitige Verständnis und Vertrauen und leisten einen Beitrag zu Versöhnung und nachhaltigem Frieden im Land.

Das wollen wir bewirken

Wir setzen uns dafür ein, dass Sri Lanka sein Ziel erreicht, so bald wie möglich minenfrei zu sein. Durch die Unterstützung von DASH sorgen wir zudem dafür, dass Menschen aus mittellosen Familien Arbeit und damit ein Einkommen erhalten, was ihr Selbstvertrauen stärkt und der ganzen Familie zugutekommt.

Resultate 2019

776 Anti-Personenminen, 166 Kampfmittelrückstände (UXO) und 275 andere Kampfmittelrückstände wurden identifiziert und beseitigt.

70'524 Quadratmeter Land wurden zur Nutzung freigegeben.

332 Personen haben in Zukunft sicheren Zugang zu ihren Landressourcen. 5'783 Personen wurden für die Gefahr sensibilisiert.

Fotos: DASH und HALO Trust

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