DEMOKRATISCHE REPUBLIK KONGO

Identifizierung verminter Zonen, Kampfmittelbeseitigung, Sensibilisierung der Bevölkerung

Projektdauer: 2012-2019

Die Demokratische Republik Kongo ist ein riesiges Land am Äquator. Es gehört trotz seines Rohstoffreichtums zu den ärmsten der Welt. Immer wieder flammen Kämpfe auf. Wirtschaft und Infrastruktur können sich nicht entwickeln. Die mangelnde Sicherheit, eine sehr schlechte Gesundheitsversorgung und die instabile politische Lage belasten die Bevölkerung an vielen Orten. Nicht explodierte Kriegsmaterialrückstände sowie grosse, schlecht gesicherte Waffenlager sind das grössere Problem als Minen. Der Grad der Kontaminierung ist unbekannt.

Das Projekt

Welt ohne Minen unterstützt seit 2012 Afrilam, die einzige kongolesische Organisation, die Kriegsreste nicht nur lokalisieren, sondern dank UNO-Akkreditierung auch entschärfen darf. Wir finanzieren neben Lokalisierungsprojekten auch die Sensibilisierung der Bevölkerung in Kisangani, Nord-Kivu und weiteren abgelegenen Regionen in der Demokratischen Republik Kongo.

Zum Beispiel Berthe und Michel

Die beiden Kinder gehen im Dorf Bambolowo zur Schule. Eines Tages entdecken sie auf ihrem Schulweg ein seltsames Ding. Trotz ihrer Neugierde sind sie vorsichtig und lassen es liegen. Kurz darauf besucht ein Team von Afrilam das Dorf. Sie berichten in der Schule über die Gefahr von Minen und anderen Kriegsüberresten und zeigen den Kindern Bilder von Minen und anderen Sprengkörpern. Berthe und Michel melden sich und erzählen von ihrer Entdeckung.

Anschliessend zeigen sie den Mitarbeitern von Afrilam, wo sie das Objekt entdeckt haben – die «Kugelbombe» ist eine Handgranate. Ein Glück für das Dorf, dass Afrilam vor Ort ist. Und dass Berthe und Michel aufmerksam, aber nicht leichtsinnig waren.

Das haben wir bewirkt

Afrilam konnte nur dank der unbürokratischen Unterstützung von WoM die Arbeit in der Demokratischen Republik Kongo überhaupt aufnehmen. WoM hat sich auch an der Finanzierung zwei neuer Landcruiser beteiligt, die es braucht, um die extrem abgelegenen Gebiete zu erreichen. Auch wenn Minen im Kongo nicht das grösste Problem sind, bedeuten die Projekte für die betroffene Bevölkerung eine grosse Erleichterung.

Resultate 2018

46 explosive Kampfmittelrückstände wurden während 10 Einsätzen des EOD-Teams geräumt.

27’066 Personen, davon fast die Hälfte Kinder, wurden für die Minenproblematik sensibilisiert und haben gelernt, besser mit der Gefahr umzugehen. 29'697 Person profitierten indirekt.

Fotos: Afrilam

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